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31März2015

Kommt es einem eigentlich nur so vor wenn man selbst im Ausland ist, oder vergeht auch bei allen anderen die Zeit so schnell? Die ersten zwei Monate wollten einfach nicht enden, die Sprache sich nicht von mir erlernen lassen, und mein Magen das hiesige Essen hier einfach nicht vertragen. Das war vor 5 Monaten. Zumindest wenn man den Kalender befragt, ich selbst würde nämlich schwören dass es nicht länger als 3 her ist! Fast 8 Monate bin ich nun in diesem Land, genieße den ewigen Sommer und ein ziemlich sorgloses Leben. In 3-4 soll soll das jedoch wieder vorbei sein und mein alter (geliebter) Deutschland- Trott stellt sich wieder ein, mit Unis, Hochschulen, Gemüse und Sport. Immerwieder werde ich gefragt ob ich mich darauf überhaupt freue oder ob ich nicht einfach für immer den Strand, die Palmen und die tanzenden Latinos genießen will.

Nun, dem stehe ich mehr als zwiegespalten gegenüber. Natürlich freue ich mich auf Deutschland. Richtiger Käse, der Luxus einer warmen Dusche oder sogar einer Badewanne, Wollpullis und dicke Socken. Alltägliche Dinge die in den Ohren der meisten hier wie ein Engelschor klingen und assoziationen von unendlicher Schönheit freigeben. Natürlich freue ich mich auf zuhause, bin aber über die verbleibenden Monate mehr als glücklich denn noch bin ich nicht bereit das Leben hier hinter mir zu lassen (ich habe es ja auch grade erst so richtig begonnen).

Ich habe erst in den letzten Monaten angefangen die Lebensweise der Menschen hier so richtig zu verstehen und nachzuvollziehen und habe sie mitlerweile in all ihrer Seltsamheit (und sie sind wirklich seltsam!) zu lieben gelernt. Meistens jedenfalls.

Habe für meine letzte Zeit auch noch einige Pläne aufgestellt. Ich reise nämlich nach Chile! Und das schon sehr bald, eigentlich fast schon zu bald, wenn man bedenkt dass ich damit meinen letzten Monat hier verbringe, und dann schon Zeit zum verabschieden ist. Mitte Juni bis Mitte Juli soll es für mich in das längste Land der Welt gehen das gute 7 Flugstunden von Panama entfernt ist. Dies musste vorallem nochmal erwähnt werden da ich neulich gefragt wurde ob das nicht ein Nachbarland Panamas sei. (Ich möchte jetzt wirklich keine Namen nennen, aber die betreffende Person fühlt sich bestimmt angesprochen). Dort geht es für mich allein hin, und ich hab ganz genau einen Monat um mit dem Rücksack das Land zu erkunden. Das ganze werde ich wohl nicht bewältigen, aber doch recht viel.

Sonst stehen für den Rest der Zeit nur noch wenige kleine Reisen an. Zum einen weil ich nun schon ziemlich viel von Panama gesehen habe und zum anderen da man ja für alles das soo liebe Geld benötigt. Freue ich aber auf die kommende Zeit und auch darauf sie vielleicht etwas mehr in meinem Dorf Penonomé zu verbringen- man weiß ja nie wann man wieder hier ist.

Karneval

24Feb2015

3 große Hochburgen gibt es in Panama für den hier vier Tage andauernden Karneval. Las Tablas (die wohl bekannteste und höchste Hochburg), Chitre und Penonomé. Da es sich bei Penonomé und mein Heimatdörfchen handelt und ich den Gedanken daran Nachts in mein eigenes Bett zu fallen irgendwie unwiederstehlich fand, blieb ich natürlich hier um den Karneval zu verbringen, ebenso zog es viele andere Freiwillige aus anderen Städten und Provinzen her um sich das Spektakel aus der Nähe anzusehen.

Der Panamesische Karneval ist nämlich keines Falls mit Ganderkeseer Fasching zu vergleichen. Vorher wurde es mir von einem Panameño so erklärt: 'Zu jeder Zeit gibt es in Panama eine Ober- wie eine Unterschicht und natürlich auch Asis und Schnösel. Naja, zu Karneval sinkt das Niveau aller auf eine Stufe ab.' Sehr treffend vormuliert möchte ich meinen, denn plötzlich hat man alles gesehen! Die sonst eher ruhigen Straßen von Penonomé waren komplett belebt. Das generelle Alkoholverbot dass auf allen Straßen und öffentlichen Plätzen in Panama gilt, wurde in Teilen aufgehoben, in anderen schlichtweg missachtet. Tatsächlich war in dem Großaufgebauten Festzelt in Zentrum der Stadt der Alkohol sogar umsonst- zumindest von 9 Uhr morgens bis 12 Uhr Mittags, der besten Zeit, denn die Sonne ist dann so stark dass die Leute eh nicht mehr als 2 Mischen trinken können. Abkühlen konnte man sich jedoch zu jeder Zeit auf der Straße, bei den sogenannten Culecos. Riesige Wassertanks aus denen mit Schläuchen Wasser in die Mengen gespritzt wird. Deshalb sollte man es auch unbedingt vermeiden ein Mobiltelefon mit sich zu nehmen ohne es vorher sorgfältig in einer Plastiktüte zu verstauen. Denn selbst wenn man ins Zelt ging konnte es einem passieren dass der Türsteher einen einfach hochhebt und in einen kleinen Wassertank setzt, oder einen Eimer kaltem Wassers über den Schopf des eintretenden Besuchers zu kippen.

Abgesehen von der Hauptstraße mit dem Zelt und den Culecos gab es noch zwei weitere große Plätze zum Feiern. Den 'Mangito', ein Mangobaum um den sich kleinere Wägen mit Culecos, Musik und Essen verteilten, sowie den Fluss der zufällig nur 2 Minuten von meinem Zuhause entfernt liegt. Außerdem durften wir (als wir uns grade ein bisschen verlaufen hatten, der freie Alkohol und die Mittagssonne helfen meinen Orientierungssinn nicht gerade), die Gastfreundschaft einiger Kolumbianer genießen, die wir eigentlich nur nach dem Weg fragen wollten. Voll mit Mehl verließen wir am Abend diese nette Feier (in Kolumbien ist es Brauch einen erst nass zu machen und dann mit Mehl zu bekippen zu Karneval) um sich noch kurz hinzulegen und um 11 dann ins Zelt zu gehen. So sah jeder Tag ziemlich gleich aus, nur hatte unser Zelt immer neue wundervolle Atraktionen zu bieten, wie Schaumparties, Leuchtstäbe und bunte Halsketten, die Mann an die Frau seiner Träume verschenken durfte - mein blondes Haar verhalf mir gleich zu mehreren.

Außerdem gab es Umzüge zu sehen und auch eine Karnevalskönigin sowie mehrere Prinzessinnen, die erschreckend wenig anhatten als die durch die Straßen ihren Salsa vorführten. Da war man doch sehr erfrischt von einem Unzug von Panameños im traditionellen Gewand. Die Pollera, das typische Kleid der Frauen, lässt nämlich nicht ganz so tief blicken und ist trotzdem schön anzusehen.

Es handelte sich also um vier Tage reinsten Ausnahmezustand, die ich sehr genossen habe und über deren Ende ich recht traurig war (wenn meine Leber auch anders dachte), und nach der anschließenden halben Woche die ich frei hatte begebe ich mich nun wieder zur Arbeit und bringe wieder etwas Alltag und Routine in mein Leben.  Bis zum März jedenfalls, da habe ich vor Surfen zu lernen.

San Blas

21Feb2015

365 Inseln gehören zum San Blas Archipel, ca. 2 Stunden östlich der Hauptstadt im Karibischen Meer. Es soll - laut den Panameños - eines der 10 klarsten Gewässer der Erde darstellen und die schönsten Strände des Landes haben. Dorthin zu reisen ließ ich mir natürlich nicht nehmen und somit packte ich meinen Rucksack um mit einigen Freunden ein Wochenende dort zu verbringen. Da ich die Karibik ja bereits auf meinem Bocas del Toro Trip erforscht hatte war ich überzeugt dass mich Strand-technisch eigentlich nichts mehr überzeugen kann als ich in den Jeep stieg der uns um 5  Uhr morgens abholte. 3 Stunden dauert die Autofahrt, eine davon muss auf einer furchtbar geteerten Straße zurückgelegt werden die in steigen Hügeln und scharfen Kurven verläuft und einer armen Panameña im Nachbarauto wohl das Frühstück kostete. Erleichtert stiegen wir aus dem Auto- um von einem Boot abgeholt zu werden dessen aussehen kaum auf eine ruhige Fahrt schließen sollte. Nach 30 Minuten rasanter Bootsfahrt durfte ich also patschnass den ersten Blick auf die Insel Franklin werfen, auf der ich die nächsten zwei Nächte verbringen sollte. 

In Strandnähe war das Wasser strahlend türkis und ging beinahe fließend in den weißen Sand über Die Vegetation belief sich hauptsächlich auf Palmen und die Zahl der Touristen hielt sich tatsächlich in Grenzen. 10 Minuten und wir hatten die gesamte Insel erkundigt. 

An den Stränden im Wasser lagen Handgroße Seesterne und beim schnorcheln konnte man zahllose Fischschwärme sehen, und vom Boot aus haben wir sogar einen kurzen Blick auf einen Delfin erhascht. 

Bewohnt werden die Inseln von den Guna Yala, einem indigenen Volk das mitlerweile fast ausschließlich vom Tourimus lebt.

Strom und Fließend Wasser gab es auf den Inseln leider nicht, was aber allgemein für eine richtig schöne Inselatmosphäre gesorgt hat. Wie in jedem Panameño-Ort gab es jedoch einen von einem Chinesen geführten kleinen Laden, von dem ich über meine 3 Tage hinweg M&M's, Bier und natürlich Karbischen Rum bezogen hab, der den ganzen Ausflug und vorallem die abende wundervoll abgerundet haben. 

Bilder folgen bald, sitze grade an Julias MacBook das ich mir wegen Laptop-Mangels leihen durfte während sie in Costa Rica ist. Bin leider nicht sehr Apple erprobt und verstehe nicht so ganz wie ich das jetzt hinbekomme :( sobald ich es weiß kommen die herrlichen Paradis- Fotos :)

Volcán Barú

25Jan2015

Am vergangenen Wochenende zog es mich mal wieder zum Abenteuer in ein ca. 8 Stunden entferntes Dörflein namens Volcán. Dort steht- wer hätte es erwartet- ein Vulkan. Mit 3450 Metern der höhste Punkt Panamas. Diesen zu erklimmen machte ich mir mit einigen anderen Freiwilligen zur Aufgabe. Im Schnitt braucht man für diesen Weg ca. 8 Stunden, der Abstieg geht dann etwas schneller. Bereits im Vorraus erkundigten wir uns bei erfahrenen Panamenos über den Berg die uns von seiner ungeheuren Schwierigkeit und der eisigen Kälte an der Spitze berichteten.

Wie ihr euch vielleicht von meinem älteren Post über die hiesige Ernährungsweise denken könnt sind die meisten Panamenos nicht besonders fit, und auch über das, was man in einem Land des ewigen Sommers als kalt bezeichnet, kann jemand aus einem Land unserer Breiten nur lachen. Deshalb nahmen wir all dies nicht allzu ernst.

Mit gepackten Rucksäcken machten wir uns also auf um 5 Uhr morgens. Unsere zwei (für panamenos überdurchschnittlich gutaussehenden) Führer trafen wir am Fuße des Berges und machten uns bald auf. Die ersten 4 Stunden ging es durch einen Wald, der dicht bewachsen war, und bereits dort wurde den ersten klar dass ein Vulkan Aufstieg wohl nicht mit einer Wanderung im Hartz zu vergleichen ist. Der Weg bestehend aus Erde und Steinen führte und steil Berg auf und die Sonne sowie die Anstrengung ließen uns ziemlich ins schwitzen kommen. Die Baumgrenze erreichend eröffneten unsere Führer uns dass das bisher gechaffte Stück das einfachste war und riet uns nun einige Schokoriegel und Brote zu verzehren da wir reichlich Energie brauchen würden. Das letzte Stück - für das wir wegen Knieschmerzen einer anderen Freiwilligen statt den geplanten 4 ca. 7 1/2 Stunden brauchten- war nichtmehr durch ihre reiche Vegetation gezeichnet sondern eher durch Steine und Sand die den Abhang bildeten den es nun zu erklimmen galt.  Lange Rede kurzer Sinn: Wir haben es letztendlich den Berg hinaufgeschafft, wenn wir auch etwas länger brauchten als geplant; 11 1/2 Stunden.

Oben angekommen schlugen wir die Zelte für die Nacht auf und bekamen nun auch langsam eine Ahnung davon dass es selbst in Panama in 3500 Metern Höhe kalt werden kann. Nach dem wir den Sonnenuntergang genossen (oder wie ich verschlafen) haben, wärmten wir uns an einem Lagerfeuer mit einigen schlucken Rum und gingen bald schlafen denn wir hatten ja noch den Abstieg vor uns. In dieser relativ warmen Nacht auf dem Barú schlief ich im Top, langarmshirt, zwei Pullis, Jacke sowie Schal, Mütze und Handschuhe (dessen Erwerb sich in Panama übrigens schwer gestaltet).

Am nächsten Tag standen wir früh auf um den Sonnenaufgang bewundern zu können und obwohl wir uns leider in einer Wolke befanden war die Aussicht wirklich atemberaubend schön. Danach machten wir uns an den Abstieg, für den wir nur ca. 7 Stunden brauchten und der - bis auf 7 kleinere Stürze meinerseits bei denen ich mir nichts weiter getan hab - relativ Ereignislos verlief.

Alles in allem war es die Anstrengung wirklich wert denn die Aussicht war atemberaubend schön und ich habe jetzt eine Woche nachdem ich mich wieder auf flachem Boden verbracht habe auch keinen Muskelkater mehr :)

Ich erhole mich nun noch ein wenig weiter und fahre nächstes Wochenende dann mal wieder an die Karibik und mache Strandurlaub, man muss sich ja auch mal gönnen können, und melde mich dann bald wieder. Habe außerdem ziemlich viele Postkarten an euch alle in der letzten Zeit verschickt, also schöön brav in den Briefkasten schauen :)

Zeltplatz oben auf dem Berg Der Ausblick von oben Nochmal der Ausblick

Feliz Navidad

15Jan2015

Gaenzlich verzichtet habe ich dieses Jahr auf die zauberhaften Klaenge von "Last Christmas" und auch andere englischsprachige Weihnachtslieder gab es hier nur wenig zu hoeren. Stattdessen singen die Panamenos zu Weihnachten ueber Fische im Fluss oder halten es ganz klassisch bei Feliz Navidad um sich damit in Stimmung zu bringen. Mein Beduerfnis an Weihnachtsstimmung wurde damit zwar leider nicht ganz abgedeckt aber die Panamenos waren wenigstens ganz aus dem Haeuschen. Immerhin durfte ich mitte Dezember noch ein ganz wunderbares Paket meiner Mama von der Post abholen, so musste ich wenigstens nicht ohne eine Marzipankartoffel gegessen zu haben in die Weihnachtstage starten. 

Trotzallem kam Weihnachten dieses Jahr wirklich sehr schnell und noch unerwarteter als sonst (wie soll man sich bei 25 Grad auch daran errinnern das das Christkind schon halb vor der Tuer steht)? Jedenfalls machte ich mich am 20. Dezember dann auch mal auf in die Hauptstadt um Weihnachtsgeschenke fuer meine Familie zu besorgen. Ziemlich bloede Idee, denn die Panamenos haben es ja bekanntlich auch nicht so mit dem Vorrausplanen weswegen sich wohl ganz Panama an diesem Sonntag in der Mall in der Hauptstadt zusammengefunden hat. 

Das Fest an sich war sehr schoen, wenn fuer mich vielleicht auch etwas unweihnachtlich. Meine Gastmama hat fast den ganzen Tag lang gekocht, es gab arroz con pollo sowie einen traditionellen Kartoffelsalat mit roter Beete. Zusaetzlich wurde bereits morgens der Rum kalt gestellt und das erste kalte Bier zum Mittagessen gereicht. Die Familie hat sich abends vor den Haeusern getroffen (es wohnen ja alle in einer Strasse) und zusammen gegessen und getrunken, der eigentliche Weihnachtsspass (das Geschenkeauspacken) beginnt naemlich immer erst um 24 Uhr. Vorab muss man aber noch jedem Verwandten frohe Weihnachten wuenschen. Hierbei sollte man nicht wie ich den Fehler machen besonders lange in einem Haus zu verweilen, sonst findet man sich naemlich rasch mit einem Teller Essen, sowie einem Becher hochprozentigem in den Haenden wieder dessen Ablehnung in Panama als unhoeflich gilt. Ich habe an diesem Abend dementsprechend ca. 4 mal zu abend gegessen. 

Nachdem die Geschenke verteilt und geoeffnet werden ist es unter juengeren normal danach noch auszugehen, also fuhr ich mit meiner Gastschwester dann noch zu ihrem Freund wo wir noch ihren Cousin getroffen haben. Durch meinen viel zu vollen Bauch war ich aber nicht mehr vollkommen in der Lage den abend wirklich zu geniessen, es hat kein Bier mehr gepasst und jeder Teil meines Koerpers verlangte nach einem Verdauungsschlaefchen, welches ich ihm auch bald gegoennt habe. :)

 

Falls ihr euch fragt warum es in letzter Zeit nurnoch so wenig von mir zu hoeren gibt- nun meinem Computer tat Panama wohl nicht ganz so gut, und vor einigen Wochen hat er mich zu meinem grossen Bedauern verlassen. Ich koennte nun natuerlich regelmaessig ins Internet Cafe gehen, allerdings ist das ganze 10 Minuten zu Fuss von meinem Haus weg und kostet ganze 50ct die Stunde! Wer mich kennt weiss das Faulheit und Geiz meine unvergleichliche Persoenlichkeit ausmachen und verzeihen mir dadurch bestimmt meine mangelde Kommunikation in die Heimat. :)

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19Dez2014

Krass, nur noch einen Monat bis zur Halbzeit!

Ganz schwer zu sagen wie ich mich mit diesem Wissen grade fühle, einerseits freue ich mich auf Deutschland aber andererseits habe ich Panama mitlerweile auch echt ins Herz geschlossen. Mir gefällt es wirklich gut und ich genieße meine Zeit hier sehr! Die letzte Zeit war ich wirklich viel unterwegs, am Reisen und bei Freunden, den nächsten Monat werde ich wohl etwas ruhiger angehen lassen und dann bald mal wieder in die Karibik nach San Blas aufbrechen. Vorher muss sich nur mein Kontostand wieder etwas erholen... (Falls also jemand eine große Summe Geld besitzt und nichts damit anzufangen weiß, könnt ihr mir gern was zukommen lassen ;) )

Mit dem Spanisch läuft es mitlerweile auch recht gut, der Spanischkurs bringt wirklich viel, auch wenn es anstrengend ist nach einem arbeitstag noch zwei Stunden Spanisch zu lernen. Und danach will ich natürlich noch ins Fitti, mein frittiertes Frühstück abtrainieren. Alles in allem aber auf jeden Fall machbar und ich langweile mich hier nicht, ist doch auch schön.

Weihnachtsstimmung ?

19Dez2014

"Morgen stellen wir den Baum auf!" Mit diesen Worten weckte mich meine Gastmutter vor einigen Tagen aus meinem Tagtraum. Verschlafen blicke ich von meinem Teller frittierter Köstlichkeiten. Von was von einem Baum mag sie nur sprechen? Meinen verwirrten Blick richtig deutend fängt sie nun an mir von der panamesischen Tradition des Weihnachtsbaumes zu erzählen, ob es das in Deutschland nicht auch gäbe? "Doch, doch..." langsam arbeitet mein Gehirn und überlegt welchen Monat wir haben- echt schon Dezember?

 

 

Das ist jetzt keine frei erfundene Geschichte gewesen sondern eine echt Anekdote aus meinem Leben in Panama. Ich habe tatsächlich erst vor wenigen Tagen realisiert das Weihnachten ja tatsächlich schon so gut wie vor der Tür steht!

Dies könnte vorallem an dem schönen Wetter liegen. Der verano, also die Trockenzeit ist grade am anbrechen und es ist teilweise wirklich schon unerträglich heiß, die Sonne scheint fast den ganzen Tag und es gibt so gut wie keinen Regen mehr, nur eine angenehme Brise. Dabei wirklich in Stimmung zu kommen fällt einem wirklich schwer. Zudem scheint Weihnachten hier auch sonst anders als in Deutschland zelebriert zu werden. Das Weihnachtsmärkte etwas typisch deutsches sind dachte ich mir schon, aber auch sonst wird hier ziemlich wenig dekoriert, es gibt eigentlich keine besonderen Weihnachtssüßigkeiten und Glühwein musste ich mir vor einigen Wochen auch selbst machen. Einen Weihnachtsbaum gibt es jedoch wie gesagt schon, in fast jedem Haus steht eine Plastiktanne die in allen Farben funkelt, wenn schon geschmückt wird, dann nicht schlicht. Allerdings fällt der Schmuck insgesamt sehr wenig aus. Auch Weihnachtslieder habe ich (glaube ich) noch keine Gehört, jedoch fällt es mir auch immer nicht ganz leicht den Liedtexten zu folgen...

Samstag werde ich erstmal einen kleinen Weihnachtstag mit einigen anderen Deutschen einlegen- Plätzchen backen, Knödel essen und mit Eierlikör anstoßen, hoffentlich bringt mich dass etwas mehr in Stimmung, und Sonntag werde ich mich dann mal in die Hauptstadt begeben und mich um die Geschenke kümmern.

Viele Grüße ins winterlich kalte Deutschland, trinkt bitte alle einen Becher Glühwein für mich mit, nächstes Jahr wird kein Weihnachtsmarkt von mir sicher sein! :)

3

25Nov2014

Der dritte Monat ist vorbei, der bisher mit Abstand am schnellsten vergangene Monat überhaupt! Ich war so viel unterwegs und hab so viele coole Dinge gesehen und Leute kennengelernt :) Mitlerweile gefällt es mir echt super gut hier in Panama und ich will schon gar nicht mehr weg !

Zudem bin ich jetzt seit nem guten Monat in dem neuen Projekt und (tatatataaa) habe sogar einen Spanischkurs! Das unmögliche wurde Möglich gemacht und jetzt bin ich für die nächsten Wochen Montags und Freitags jeweils zwei Stunden am Spanisch pauken :) und der Kurs bringt wirklich was!

Gerade bin ich mal wieder etwas erkältet und da die Kinder in meinem Projekt häufig ein schwaches Immunsystem haben darf ich nicht zur Arbeit gehen um sie nicht anzustecken... Morgen werde ich die Zeit nutzen um erstmal Adventskalender für meine Familie zu basteln und am Wochenende fahr ich vielleicht mal wieder weg, sind schon wieder Feiertage, diesmal die Unabhängigkeit von Spanien und das muss ich natürlich feiern :)

Das war es dann auch erstmal wieder von mir, liebe Grüße aus der Ferne :)

Urlaub urlaub urlaub :)

13Nov2014

Meine lieben, ich habe mich jetzt schon so lange nicht gemeldet, eigentlich müsste ich direkt zwei Einträge veröffentlichen. Aber so langweilig ist mir dann doch nicht, deshalb muss der Bericht über mein  Projekt noch etwas warten. War ohnehin noch gar nicht soo viel dort da ich ein bisschen Urlaub gemacht habe :)

Und zwar zog es mich in die Karibik nach Bocas del Toro, im Osten panamas. Dort fuhren wir erstmal gute 10 Stunden mit dem Bus hin. Da es uns aber auf dem Festland nicht karibisch genug ist haben wir auf der Isla Colon gelebt und mussten dementsprechend noch ein bisschen Boot fahren :)

Die Insel an sich war wunderschön und man konnte die drei Tage die wir da waren gut genießen, auch wenn sich die Regenzeit mal wieder stark bemerkbar gemacht hat. Montag konnten wir deshalb das Hostel nur mit Regenschirm und flip flops verlassen. Erst pünktlich zur party am abend haben sich die Wolken verzogen.

Am ersten Tag, dem Sonntag waren wir am Playa Bluff der etwas abgeschieden auf der Insel liegt und wohin die Taxi fahrt auch ein kleines Abenteuer war. Es hat sich jedoch wirklich gelohnt, der Strand war so gut wie Menschenleer und obwohl die Sonne nicht geschienen hat war es schön warm und das Meer sehr erfrischend

Playa Bluff

Der Montag war dann, wie gesagt verregnet, wir haben darum die Strändetour weggelassen (obwohl es noch so viele gibt, die ich sehen wollte) und haben uns stattdessen eher dem Inselleben gewidmet und sie ein wenig besichtigt :) Es waren außerdem die Unabhängigkeitstage in Panama, ein großes Spektakel dass mit Paraden und festumzügen gefeiert wird. (Irgendwie hab ich die auf der Insel verpasst aber da das ganze ein mehrtägiges Ereignis ist habe ich in Penonomé noch genügend Paraden ansehen dürfen.) Die Insel war deshalb jedoch sehr belebt und die Straßen wurden schön mit den Flaggen von Panama geschmückt.

 

An unserem letzten Tag, dem Dienstag haben wir dann einen Ausflug zu den Islas Zapatillas gemacht. Zwei Inselchen etwas weiter abgelegen. Richtig schöne Inseln, man kommt sich vor wie im Märchen mit Palmen und fast weißem Sand :) Dort haben wir dann erstmal die ein oder andere Stunde am Strand gelegen und danach hat unser Guide uns noch auf eine kleine Schorcheltour mitgenommen, die auch echt cool war bis auf die kleinen unsichtbaren Quallen die mich am ganzen Körper gepiekst haben :(


Die Islas Zapatillas

 

Und Papageien dürfen im Paradis natürlich auch nicht fehlen :)

Also auch der Dienstag war ein sehr gelungener Tag. Mittwoch ging es dann in der frühe wieder auf das Boot zurück und in den Bus der uns wieder in unsere Dörfer gebracht hat.

 

Da mir das an Urlaub noch nicht gereicht hat war ich mit einer kleineren Gruppe Freiwilliger am Wochenende darauf noch 2 Nächte am Playa Venao, in der Nähe von las tablas, eigentlich nur ca. 2 Stunden entfernt, aufgrund der einfach nicht enden wollenden Feiertage und den überfüllten Bussen und Straßen hat die Reise dann doch fast 8 in anspruch genommen. Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, habe leider keine Fotos gemacht aber ich werde dahin bestimmt nochmal fahren ! Nur habe ich seitdem an die 200 Mückenstiche an den Beinen und deshalb weiß ich nicht ob meine Gastfamilie mich nochmal lässt...

So und Samstag, um dem ganzen die Krone aufzusetzen, mache ich mich mal wieder auf den Weg in die Hauptstadt um endlich mal mein Visa abzuholen :) Ihr sehr also ich bin viel unterwegs und ich werde mich auch wenn ich die Zeit finde an die noch ausstehenden Postkarten kümmern

Außerdem kommt bald auch mal Meldung über mein Projekt, ich sage nur jetzt schon dass es mir echt gut gefällt :)

Liebe Grüße und bis ganz bald

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22Okt2014

So, Monat Nummer zwei ist schon seit ein paar Tagen vorbei und ich dachte ich nehm das mal zum Anlass um mal wieder was von mir hören zu lassen.

Kleine Sache vorweg: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten!!! An alle die denken dass es mir schlecht geht nur weil ich mich nicht melde. Ich war einfach im letzten Monat viel unterwegs, 2 mal in Panama City und sonst hier in der Gegend feiern ect. Und ich muss auch dazu sagen dass ich so langsam der Alltag einschleicht und man einfach nicht mehr so viel neues zu erzählen hat :)  Ist doch supi oder findet ihr nicht?

Aber jetzt gibt es tatsächlich news also aufgepasst: Es ist soweit. Die glohreichen Tage werden anbrechen in denen ich die hoffentlich heiligen Türen meines ganz eigenen Projektes durchqueren und die gesegneten Hallen von Nutre Hogar als meinen neuen Arbeitsplatz anerkennen werde. Ist das nicht der Hammer? Find ich auch. Hat ja aber auch nur einen Monat länger gedauert als erwartet! Montag soll es soweit sein und ich bin auf jeden Fall gespannt und habe aber auch sehr Respekt vor dem was mich dort erwarten wird. Aber schlimmer als es zur Zeit ist wird es wohl nicht mehr werden, von daher alles gut :)

 

Am letzten Wochenende war ich wieder in der wundervollen Hauptstadt und habe dort bei einer Organisation namens Techo bei einer Geld Sammel aktion geholfen. Das war sehr anstrengend, Freitag und Samstag jeweils 11 Stunden draußen rumlaufen, mal in der brütenden Hitze, mal im strömenden Regen, und Leute auf einer mir noch nicht sonderlich bekannten Sprache um Geld zu bitten war definitiv eine Erfahrung. Aber alles in allem eine schöne und oftmals auch lustige :)

Jedenfalls hat mir dieses Wochenende nicht sehr viel schlaf gegönnt, weshalb ich diesen Eintrag auch sehr kurz halten werde. :) Nachricht von meinem neuen Projekt folgt bald <3

 

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